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letzter Beitrag von Kleinlok am

Bildung und Betreuung als Rudis Resterampe

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  • Deutschland ist ein reiches Land und eigentlich könnte es allen Menschen hier weitgehend gut gehen, zumindest in den Dingen, die letztendlich sehr stark vom Finanzkapital und dessen Verteilung abhängen. Der benannte Reichtum bedeutet aber nicht, dass von diesem Reichtum die gesamte Bevölkerung fair profitieren würde und das z.B. Bund und Länder ausreichend sorgsam alle Ressort bzw. Aufgabenbereiche des Staates solide durchfinanzieren würden.

    Trotz des Reichtums klagen nicht wenige Verwalter der öffentlicher Kassen über die Leere in den letzteren und die problematische Finanzierung öffentlicher Aufträge und Projekte. Es müsste vielfach gespart werden.#


    Und das wird es auch. 2 Bereiche, wo seit Urgedenkem im reichen Deutschland Schmalhans den Küchenmeister bei den öffentlichen Ausgaben mimt, sind die Bereiche Bildung und Betreuung. Das lässt ein international angelegter Vergleich der Ausgaben für Bildung erkennen.


    (Fortsetzung folgt)

  • Die AWO in Frankfurt sucht billige Studis (12 €/h) für die Mitarbeit in der Schulbetreuung. Das finde ich mies und frage deswegen am 05.08.2020 kritisch nach:


  • Die AWO in Frankfurt sucht billige Studis (12 €/h) für die Mitarbeit in der Schulbetreuung. Das finde ich mies und frage deswegen am 05.08.2020 kritisch nach: (...)


    12 Tage später am 17.08.2020 habe ich keinerlei Reaktion von der AWO erfahren. Gute Löhne für die Mitarbeiter scheinen der AWO Frankfurt keine Rede wert, Hauptsache die AWO eigenen Bonzen konnten jahrelang satt abstauben.


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    Ich erinnere am 17.08.2020 die AWO Frankfurt zum ersten Mal an meine kritische Anfrage vom 05.08.2020:


  • 12 Tage später am 17.08.2020 habe ich keinerlei Reaktion von der AWO erfahren. Gute Löhne für die Mitarbeiter scheinen der AWO Frankfurt keine Rede wert, Hauptsache die AWO eigenen Bonzen konnten jahrelang satt abstauben.


    Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen.


    Ich erinnere am 17.08.2020 die AWO Frankfurt zum ersten Mal an meine kritische Anfrage vom 05.08.2020: (...)


    Ich vermute mal, dass sich alle wieder wegdrucken werden, wenn es um eine inhaltlich überzeugende Stellungsnahme betreffs meiner Kritik geht. Ich kenne es gar nicht anders in diesem von der Merkel-Aussitzpolitik versautem Land. Bezeichnend sehe ich es da, dass ich zeitnah am 17.08.2020 von einer Mitarbeiterin der GEW Hessen per Mail darum gebeten werde, dass ich deren Adresse aus meinem Verteiler nehme, da Sie sich als nicht zuständig sehen würde.


    Ich schreibe am 17.08.2020 zurück:


  • Ein weiteres Unternehmen sucht Studierende in der Schülerbetreuung. Die Ausschreibung überzeugt mich nicht, also frage ich am 27. August 2020 nach:



    Am 31. August 2020 bekomme ich eine Antwort mit der das Unternehmen mir zu verstehen gibt, dass es ihm leid tut, dass er nicht meinen Geschmack treffen konnte und darauf hofft, dass es vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt mir geeigneter begegnen könnte. Es würde gerne künftig an einem anderen, detaillierteren Stellenanzeigenformat arbeiten, man lerne nie aus und die Mitarbeiter/innen würden erst am Anfang stehen.Es gäbe also viel Raum zur Weiterentwicklung.


    Diese Antwort ist in Ansätzen wertschätzend formuliert, lässt auch eine Fähigkeit zur Selbstkritik erkennen, die in Deutschland leider sehr selten geworden ist. Auf meine Fragen wird jedoch nicht eingegangen (obwohl das nun wirklich gut möglich sein dürfte), auch inhaltlich bleibt diese Antwort blass und lässt mich zudem einige Widersprüche erkennen. Das melde ich am 01. September 2020 zurück: :


    [QUOTE]Thomas Schüller

    Taunusstr. 50

    63303 Dreieich


    Betreff:Aw: AW: Anfrage betreffs Ausschreibung Pädagogische Assistenz


    Sehr geehrte Damen und Herren,


    ich danke Ihnen für Ihre am 31. August 2020 erfolgte Antwort (Anlage 2)

    mit der Sie auf meine am 27. August 2020 an Ihre Adresse gestellte Anfrage (Anlage 1) reagieren.


    Es freut mich wenn Sie in meinem Schreiben ein dezidiertes Feedback erkennen können und begrüße Ihre Aussage, dass Ihr Unternehmen gerne zukünftig an einem anderen, detaillierteren Stellenanzeigenformat arbeiten möchte.


    Leider gehen Sie in Ihrer Antwort auf die von mir gestellten Fragen nicht ein (obwohl das m.E. gut möglich sein dürfte), inhaltlich bleibt Ihre Antwort blass und lässt mich zudem einige Widersprüche erkennen.Lassen Sie mich das bitte erklären.


    Sie schreiben, dass man nie auslernt, Ihr Unternehmen erst am Anfang stehen und insofern viel Raum zur Weiterentwicklung bestehen würde.


    Ich nehme diese Aussage mit gemischtem Empfinden auf. Per se begrüße ich es, wenn Menschen bzw. Institutionen selbstkritisch Verbesserungsbedarf bezogen auf die eigene Arbeit erkennen und das auch externen Personen gegenüber kommunizieren. Das sollte eigentlich selbstverständlich sein, ist es aber laut meiner Erfahrung oft nicht und dass Sie eine solche selbstkritische Einstellung zeigen ehrt Sie. Anderseits überzeugt mich Ihre Rede nicht, wenn Sie darauf weisen dass Ihr Unternehmen erst am Anfang stehen und insofern viel Raum zur Weiterentwicklung bestehen würde. Erst einmal passt diese Aussage nicht zu in der Ausschreibung geleisteten Rede, Zitat:


    "Unsere Schülerbetreuung arbeitet an einer privaten Grundschule und dazugehörigem Gymnasium. Unser Team ist jung, multiprofessionell und hochmotiviert."


    Wer laut eigener Aussage multiprofessionell und hochmotiviert agiert, von dem kann man eine deutlich bessere Ausschreibung erwarten als die, welche Sie da aktuell ins Rennen schicken. "Raum zur Weiterentwicklung" hört sich erst einmal nett formuliert an, kann aber bedeuten, dass man da bisher wenig an Format mitbringt und das könnte für die Ihnen zustehende Verantwortung in der Schülerbetreuung problematisch sein. Und in dem hier benannten Zusammenhang wirkt diese Aussage auf mich überzogen. Eine informativ gestaltete Stellenanzeige, die alle für die jeweilige Zielgruppe relevanten Informationen bietet, ist kein Hexenwerk oder eine Anforderung, die man als Arbeitgeber sich nur in einem längeren Lernprozess erwerben könnte.


    Ein Beschäftigungsverhältnis stellt (mit Ausnahme von ehrenamtlichen Tätigkeiten) ein Tauschgeschäft dar:


    Arbeitsleistung gegen Lohn.


    Das erfahren schon junge Kinder, wenn sie ihr Taschengeld mit kleinen Gelegenheitsarbeiten aufbessern wollen und das sollten alle Arbeitgeber wissen, die eine Arbeit anbieten, denn sonst wird es einfach lächerlich.

    Sie sollten also wie alle Arbeitgeber wissen, dass das Verhältnis Arbeitsleistung - Lohn ein zentrales Kriterium für alle an einem Beschäftigungsverhältnis beteiligten bzw. interessierten Akteure (also auch die Arbeitgeber) abgibt. Das wissen Sie ganz sicher auch, so dass ich Ihnen die gezeigte Unbedarftheit nicht abnehmen kann.


    Ihr Verein folgt einem Schema, das rund 60-70% der Unternehmen erkennen lassen, die auf den Seiten des Studentenwerks Jobs anbieten. Vielleicht haben Sie sich an anderen Ausschreibungen auf diesen Seiten orientiert oder folgen mit dem Duktus Ihrer Ausschreibung einem allgemein in Deutschland üblichen Trend, der das besagte Schema erkennen lässt, das ich gegenüber Arbeit suchenden Menschen als sehr unfair empfinde:


    Die Unternehmen erklären ihre Erwartungen an etwaige Bewerber (was verständlich ist), verschweigen dann aber fast alle was sie umgekehrt an Gegenleistung dafür bieten wollen, wenn ein/e Bewerberin diese Erwartungen erfüllen kann und will.


    Ich erkenne hier eine massive Unstimmigkeit, die nicht auf mangelnde Professionalität sondern auf das vielmehr egoistisch angelegte Interesse zurück geführt werden kann die beste Arbeitsleistung zum möglichst niedrigsten Preis, sprich Lohn einkaufen zu können. Dafür sprechen diese Betrachtungen:


    a) Die Tabuisierung der Lohnfindung kann wenig selbstbewusste und erfahrene Interessenten zur Bescheidenheit disziplinieren und soll das oft auch.


    b) Die mangelnde Transparenz betreffs der Lohnfindung verhindert einen gesunden Wettbewerb zuungunsten der Arbeitnehmerseite. Vergleichsmöglichkeiten fallen aus (sollen ausfallen) bzw. können jeweilig erst durch einen langwierigen und mühevollen Bewerbungs- und Beobachtungsprozess erworben werden. Manch ein Arbeitnehmer resigniert dann mitunter, will sich dieses Prozedere ersparen und schluckt die Kröte im Job.


    Ich denke, dass diese Betrachtung fast jedem Menschen eingängig sein kann, der sich ein wenig mit der Arbeitswelt beschäftigt. Aso behaupte ich, dass Ihnen bzw. Ihrem Verein das nicht ganz unbekannt sein sollte was ich da oben darstelle

    .

    Mich verärgern diese Arbeitgeberpraktiken sehr. Ich sehe sie als unfair gegenüber der Arbeitnehmerseite, unnötig, willkürlich und zudem ungeeignet, ein wirklich gesundes und für beide Seiten befriedigenden Arbeitsverhältnis zu begründen, das dann vielleicht auch etwas dauerhafter angelegt sein könnte. Diese Praktiken können viel Frust im Job und auf dem Weg dahin begründen und zwar für beide Seiten.


    Besonders verärgert mich, dass solche Arbeitgeberpraktiken den studentischen Arbeitsmarkt dominieren. Da trägt Ihr Unternehmen zu diesem negativen Befund mit bei und ich sehe das von ihm gezeigte Verhalten als inkonsequent und unfair.


    Sie erwarten Bewerber/innen, die "verantwortungsbewusst, engagiert, motiviert und teamorientiert" arbeiten können und wollen. Das ist verständlich, wenn Sie eine gute Betreuung für die ihnen anvertrauten Kinder und Jugendlichen bieten wollen. Wenn es um die Anrede geht, dann machen Sie mit Ihrer nicht nachgefragten Ansprache per "Du" eine Spielwiese auf, die nicht zu dem von Ihnen nachgefragten Qualitätsstandard passt.


    Und ob Ihr Unternehmen diesen von ihm nachgefragten Qualitätsstandard angemessen zu vergüten bereit ist, darüber schweigt es sich vollkommen unnötig aus - auch aktuell noch. Das begründet mir nur den nahe liegenden Verdacht, dass Sie für eine verantwortungsbewusste, engagiert und motiviert sowie teamorientierte Arbeitsweise nur einen Hungerlohn zwischen 11 und 12 Euro die Stunde zahlen wollen und dass es Ihnen vielleicht selber peinlich sein könnte einen solchen Hungerlohn im Netz zu veröffentlichen.


    Auch Ihr Wunsch, dass ich eine/n adäquate/n Arbeitgeber/Arbeitgeberin finden möge, lässt mich vermuten, dass Sie auf Grund der ihnen bekannten Konditionen der von Ihnen angebotenen Beschäftigung erkennen, dass Ihr Unternehmen meinen Bedarf nach solide gestalteten Konditionen nicht befriedigen dürfte. Das lässt mich nichts Gutes für die in Ihrem Unternehmen real existierenden Konditionen ahnen.


    (Sollten diese meine Verdachtsmomente nicht zutreffen, bitte ich um eine Richtigstellung. Mir ist nämlich an der Wahrheit und einem solden Umgang mit dieser gelegen.)


    Mein Fazit:


    Was Sie an Vergütung zahlen wollen bzw. zahlen können ist erst einmal Ihre Sache, aber ich sehe es dann als ebenso in Ihre Verantwortung gelegt, dass Sie diese Vergütung transparent in der Ausschreibung kommunizieren. Zu Menschen, die man ungefragt duzt*sollte dann ein Vertrauensverhältnis zumindest derart bestehen, dass man diesen Menschen reinen Wein bezüglich der Konditionen einschenkt, die im Job zu erwarten sind.


    Das letztere erwarte ich jetzt auch von Ihnen. Ihre Anzeige ist aktuell noch geschaltet und offenbart damit Mängel, die ich als nicht hinnehmbar empfinde. Ich habe mich bemüht Ihnen das jetzt ausführlich und stichhaltig zu begründen. Eine Umschreibung der Anzeige dürfte Ihr Unternehmen 5 -15 Minten Arbeit kosten, angesichts der Arbeit, die ich mir mit dieser Antwort geleistet habe sehe ich die von mir gewünschte Umformulierung als einen zumutbarer Aufwand von dem alle profitieren können. Die Studierenden, die Ihre Anzeige wahrnehmen und Ihr Unternehmen, dass im Zusammenhang einer fair und transparent gehaltenen Anzeige eher mit besser motivierten Bewerber/innen rechnen kann, die dann vielleicht auch besser in den Job passen.


    Ich erlaube mir dieses Schreiben im Netz zu veröffentlichen, denn der Gedanke einer für alle besseren Arbeitswelt hat*Öffentlichkeit verdient. Da Sie mir konstruktiv angelegt geantwortet bzw das zumindest versucht haben, erfolgt die Veröffentlichung anonymisiert, so dass nicht erkennbar ist wen meine Kritik betrifft.


    Mit freundlichen Grüßen, Thomas Schüller


    Links zur Veröffentlichung:


    Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen.


    https://politopia.de/forum/ind…ostID=1055018#post1055018[/


    Auf dieses Scgreiben bezogen geht das Unternehmen nicht mehr ein. Am 10.09.2020 ist die benannten Ausschreibung des Unternehmens erneut auf den Seiten des Studentenwerks Ffm eingestellt worden, lässt dabei genau wieder die Defizite erkennen, die ich am 27. August 2020 moniert hatte. Nun wird es mir zu bunt und ich leiste mir eine öffentliche Kritik:


    [QUOTE]

    Betreff: öffentliche Kritik betreffs Ausschreibung Pädagogische Assistenz


    Guten Tag die Damen und Herren,


    Ihr Verein sucht seit Ende August 2020 eine pädagogische Assistenz auf Werkstudentenbasis, die aktuell am 10.09.2020 noch einmal erneuert wurde.


    Ich muss leider in der benannten Ausschreibung 2 defizitäre Momente erkennen, die mich zu einer am 27. August 2020 an Ihre Adresse gerichteten Anfrage (Anlage 1) bewegten:


    1. Ansprache der studentischen Zielgruppe in der 2. Person Singular

    2. keine Angabe zu der Vergütung, welche Ihr Verein für die nachgefragte Tätigkeit vorsieht


    In Ihrer am 31. August 2020 erfolgten Antwort (Anlage 2) gaben Sie mir zu verstehen, dass Sie in meinem Schreiben ein dezidiertes Feedback erkennen können, drücken Ihr Bedauern darüber aus, dass Ihr Unternehmen nicht meinen Geschmack treffen konnte und lassen eine Hoffnung erkennen, dass vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt eine bessere Passung möglich wäre. Gerne würde Ihr Unternehmen zukünftig an einem anderen, detaillierteren Stellenanzeigenformat arbeiten, es stünde erst am Anfang und Sie würden da viel Raum zur Weiterentwicklung erkennen.


    Am Dienstag, 01. September 2020 gehe ich auf Ihre Antwort mit dem in Anlage 3 verzeichneten Schreiben ein. Ich gebe zu verstehen, dass es mich freut, wenn Sie in meinem Schreiben ein dezidiertes Feedback erkennen können und begrüße Ihre Aussage, dass Ihr Unternehmen gerne zukünftig an einem anderen, detaillierteren Stellenanzeigenformat arbeiten möchte.


    Ich stelle aber deutlich heraus, dass Sie in Ihrer Antwort auf die von mir gestellten Fragen nicht eingehen (obwohl das m.E. gut möglich war), dass in inhaltlicher Hinsicht Ihre Antwort blass bleibt und mich zudem einige Widersprüche erkennen lässt. Ich versuche im folgenden Ihnen diese meine Sichtweise ausführlich zu erklären (ich bitte in diesem Zusammenhang mein in Anlage 3 dokumentiertes Schreiben zu beachten).


    Auf dieses Schreiben erhalte ich keine Antwort mehr von Seite Ihres Vereins, stattdessen muss ich am Morgen des 10.09.2020 erkennen, dass Ihr Verein besagte Ausschreibung neu eingestellt hat (so dass diese wieder auf der 1. Seite der Jobangebote der Seiten des Studentenwerks Ffm zu finden ist) und dass die aktuelle Form dieser Ausschreibung die beiden oben in 1. und 2. benannten m.E. defizitären Momente unverändert erkennen lässt.


    Dieser Umstand bewegt mich nun zu dieser öffentlich gehaltenen Kritik an der Ausschreibungspraxis Ihres Vereins. In meiner in Anlage 3 dokumentierten Schreiben hatte ich Ihnen zu verstehen gegeben, dass ich in der am 01.09.2020 geschalteten Ausschreibung Mängel erkennen würde, die ich m.E. gut von mir begründet als nicht hinnehmbar empfinden würde. Eine Umschreibung der Anzeige dürfte Ihr Unternehmen 5 -15 Minten Arbeit kosten, angesichts der Arbeit die ich mir mit meiner am 01.09. 2020 erfolgten Antwort geleistet hätte würde ich hier ein zumutbares Moment erkennen und eine zeitnahe Verbesserung der Anzeige erwarten. Da dem nicht so ist, wiederhole ich zusammengefasst öffentlich meine Kritik:


    Wenn ein Akteur wie Ihr Verein laut eigener Aussage "multiprofessionell"und "hochmotiviert" agieren möchte, kann von einem solchen Akteur eine deutlich bessere Ausschreibung erwartet werden als jene, welche Ihr Verein aktuell seit etwa 2 Wochen ins Rennen schickt. Eine informativ gestaltete Stellenanzeige, die alle für die jeweilige Zielgruppe relevanten Informationen bietet ist kein Hexenwerk oder eine Anforderung, die man als Arbeitgeber sich in einem längeren Lernprozess erwerben müsste.


    Ich weise Sie auf den grundlegend und allgemein bekannten Umstand, dass ein Beschäftigungsverhältnis (mit Ausnahme von ehrenamtlichen Tätigkeiten) ein Tauschgeschäft der Art Arbeitsleistung gegen Lohn abgeben würde und dass die diesbezüglichen Konditionen ein zentrales Kriterium für alle an einem Beschäftigungsverhältnis beteiligten bzw. interessierten Akteure abgeben würde. Das sollte Ihr Verein, so denn er als Arbeitgeber auftreten will wissen, so dass ich die von Ihnen gezeigte Unbedarftheit als unstimmig empfinde.


    Ich weise darauf, dass:


    a) die von Arbeitgeberseite in Ausschreibungen vorgenommene Tabuisierung der Lohnfindung wenig selbstbewusste und erfahrene Interessenten zur Bescheidenheit disziplinieren kann (und das m.E oft auch sol)


    b) die mangelnde Transparenz betreffs der Lohnfindung einen gesunden Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt zuungunsten der Arbeitnehmerseite verhindert


    Ihr Verein folgt mit der Tabuisierung der Lohnfindung und der unangemessene Anrede der studentischen Zielgruppe in der 2. Person Singular einem ungesunden Schema, dass rund 60-70% der Unternehmen erkennen lassen, die auf den Seiten des Studentenwerks Ffm Jobs anbieten. Diese defizitären Momente sehe ich gegenüber Arbeit suchenden Menschen als unfair und ehrverletzend. Ihr Verein behandelt mit dieser Ausschreibung die damit angesprochenen studierenden Personen de facto wie Kinder, die ausreichend von der Zuwendung ihrer Eltern leben können und wo scheinbar ein Taschengeld als Lohn ausreichen kann (und vermutlich das auch soll). Anders ist die bekloppte und feige Tabuisierung der Lohnfindung und die genauso bekloppte und unangemessene Anrede per "Du" nicht zu erklären, die Ihr Verein in seiner Ausschreibung betreibt. Ihr Verein macht in der Anrede eine Art Spielwiese auf, erwartet aber dann, dass die etwaigen Bewerber/innen nicht nur gerne mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, sondern dabei auch verantwortungsbewusst, engagiert, motiviert und teamorientiert vorgehen. Das letztere erscheint verständlich, wenn aber die Ausschreibung Ihres Vereins mich nur leider die von ihm geforderten Qualitäten nicht erkennen lässt, dann offenbart sein Verhalten bzw. diese Ausschreibung eine satte Mogelpackung.


    Wie ich Ihnen schrieb verärgern mich diese unstimmigen und m.E. devoten Arbeitgeberpraktiken sehr. Ich sehe sie nicht nur wie gesagt als unfair gegenüber der Arbeitnehmerseite, sondern als unnötig, willkürlich und zudem ungeeignet ein wirklich gesundes und für beide Seiten befriedigenden Arbeitsverhältnis zu begründen, das dann vielleicht auch etwas dauerhafter angelegt sein könnte. Diese Praktiken können viel Frust im Job und auf dem Weg dahin begründen und zwar für beide Seiten sowie die von einer eventuell hohen Mitarbeiterfluktuation betroffenen Klienten(im vorliegenden Fall Kinder und Jugendliche) bedeuten.


    Dass Ihr Verein seine nun seit gut 2 Wochen bestehende Ausschreibung verlängert hat lässt mich vermuten, dass er bis dato keine hohe bzw. für die qualifizierte Personalgewinnung ausreichende Anzahl von qualitativ ansprechenden Bewerbungen bzw. Anfragen mit dieser Ausschreibung bezwecken konnte.


    Zwischenfrage: Gebe ich mit dieser Vermutung die Realität treffend wieder?


    Ich halte meine vorstehend benannten Argumente für ausreichend, dass Ihr Verein von seiner bisherigen Ausschreibungspraxis abrücken sollte.

    Wenn der benannte Personalgewinnungsprozess wie von mir vermutet aktuell eher schleppend und mit geringer Aussicht auf ein für beide Seiten befriedigendes Beschäftigungsverhältnis verlaufen sollte, dann könnte ein solcher Umstand bedeuten, dass Ausschreibungen der Art wie jene, die ihr Verein erkennen lässt sowie die mit dem betreffenden Job verbundenen Arbeitsbedingungen nicht marktgerecht sein könnten. Arbeitnehmer dürfen eine wertschätzende Behandlung seitens der Arbeitgeber erwarten, dazu gehört eine faire Entlohnung, die dann auch nicht peinlich diskret behandelt werden muss. Das sollte eigentlich selbstverständlich sein und ich sehe es als absurd, dass ich darauf noch weisen muss. Nur leider scheint vielfach das Gegenteil der Fall zu sein - auch bei Ihrem Verein. Das muss sich ändern, nicht nur das etwaige von Ihrem Verein beschäftigte Personal, sondern besonders die von diesem Personal betreuten Kinder haben das verdient.


    Mit freundlichen Grüßen, Thomas Schüller


    Diese Kritik ist im Netz veröffentlicht:


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    https://politopia.de/forum/ind…ostID=1056407#post1056407


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  • 12 Tage später am 17.08.2020 habe ich keinerlei Reaktion von der AWO erfahren. Gute Löhne für die Mitarbeiter scheinen der AWO Frankfurt keine Rede wert, Hauptsache die AWO eigenen Bonzen konnten jahrelang satt abstauben.


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    Ich erinnere am 17.08.2020 die AWO Frankfurt zum ersten Mal an meine kritische Anfrage vom 05.08.2020:


    Auch diese Erinnerung konnte die AWO Frankfurt nicht zu einer Reaktion bewegen. Das typische Prozedere halt: Wir zahlen schlecht und schweigen, wenn diesen Umstand irgendjemand anspricht. Am 01.10.2020 schaltet der Ortsverein Eschborn e.V. der Arbeiterwohlfahrt eine identische Ausschreibung, welche die gleichen miesen Arbeitsbedingungen wie in der alten Ausschreibung erkennen lässt. Ich melde mich erneut mit einer Kritik zu Wort:


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