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letzter Beitrag von Kleinlok am

Betrug an arbeitenden Menschen

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  • Ich eröffne diesen Thread, weil er m.E. eine gute Ergänzung zu dem "Niedriglohn"-Thread abgeben kann. Es gibt leider eine ganze Reihe von weniger guten bis teils richtig miesen Arbeitgeberpraktiken - schlechte Löhne sind ein Teil davon. Um solch miesen Löhne durch setzen zu können, werden im Alltag der deutschen Arbeitswelt eine Reihe von willkürlichen Tricks angewendet , die leider sich längst etabliert haben und von vielen Arbeitgebern toleriert werden (denn sonst könnten sich diese Trick nicht auf so weiter Flur behaupten).


    Diese Tricks stellen m.E. schon eine Form von versuchten oder real erfolgendem Betrug an arbeitenden Menschen dar, darüber hinaus gibt es Vorgänge, die nur noch als unmittelbarer dreister Betrug an Arbeitnehmer gewertet werden können. Vieles davon geschieht n einem rechtlichen Graubereich, der laxen Arbeitnehmerrechten, mangelnder staatlichen Kontrolle und Fürsorge sowie entweder nicht vorhandenen oder schwachen Gewerkschaften geschuldet ist.

    In diesem Thread könnten wir uns darüber austauschen, was es da alles an solchen Tricks und Betrügereien gibt, aber auch was man gegen solche Tricks unternehmen kann.


    Viele Grüße, Thomas

  • Diese Tricks stellen m.E. schon eine Form von versuchten oder real erfolgendem Betrug an arbeitenden Menschen dar, darüber hinaus gibt es Vorgänge, die nur noch als unmittelbarer dreister Betrug an Arbeitnehmer gewertet werden können.


    Ein aktuelles Beispiel für einen richtig miesen Betrug an arbeitenden Menschen:




    Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen.

  • In einem anderen Forum klagt ein Azubi über schlechte Bedingungen ins einer Ausbildung und seine daraus resultierende mangelnde Motivation. Die Reaktionen gehen von ablehnend bis zu Verständnis und Zustimmung.


    Ein User wertet das kritisch, ich halte dagegen:

  • In vielen Stellenanzeigen bzw. Jobangeboten findet man nur selten Infos zur vom Arbeitgeber angedachten Entlohnung. Das sehe ich gerade im Fall von Jobs, die in an in aller Regel meist nur befristet an junge Menschen vergeben werden, als pure Willkür, denn in vielen Fällen verfügen die Arbeitgeber über eine konkrete Vorstellung davon wie viel (bzw. wie wenig) Lohn sie zahlen wollen. Zu verhandeln gibt es da oft wenig bis nichts, also warum zeigen viele Arbeitgeber keine klare Kante, wenn es um den Lohn geht?


    Die nebulöse Praxis mit der viele Arbeitgeber hier vorgehen (leider auch vorgehen können, weil sich diese Praxis viele Arbeitsssuchende scheinbar gefallen lassen), gewährt für die Arbeitgeberseite folgende Vorteile (auf Kosten der Arbeitssuchenden):

    • der Lohn wird quasi tabuisiert - es soll sich nicht schicken danach zu fragen
    • der Lohn kann somit als "Nebensache" erscheinen (was er definitiv nicht ist (auch für den Arbeitgeber nicht)- aber
    • wer sich bewirbt tritt mit Bewerbung und Antritt zum Bewerbungsgespräch in Vorleistung - obwohl er noch nicht mal weiß, ob der Job für ihn wirklich taugt. Nach soviel Vorleistung sind vermutlich einige leider auch verstärkt bereit unattraktive Bedingungen zu akzeptieren

    Ich kann mit dieser Praxis nichts anfangen und finde es schade, dass sich allgemein so sehr viele Arbeitssuchende diese unfaire Praxis gefallen lassen.


    Ich möchte mir das nicht gefallen lassen und betätige mich da ein wenig im Nebenhobby als Arbeitgeberschreck, wo mir das geboten scheint.

  • Ich möchte mir das nicht gefallen lassen und betätige mich da ein wenig im Nebenhobby als Arbeitgeberschreck, wo mir das geboten scheint.

    Ein erstes Beispiel:: Manufactum, zugehörig zur Otto-Group.


    Maunfactum suchte im Mai 2018 für eine Frankfurter Fiale studentische. Mitarbeiter/innen, in der dazugehörigen Jobausschreibung erfolgten keine konkreten Angaben zum Lohn sonder nur die Aussage es würde "fair" entlohnt. Am 03. Mai fragte ich nach:



    Da ich bis zum Dienstag, 22. Mai 2018 keine Reaktion von Manufactum erkennen konnte, .erinnere ich an meine Anfrage am Dienstag, 22. Mai 2018:



    Postwendend bekomme ich diese Info:



    Am 23. Mai 2018 teile ich manufactum mit, dass ich 10 Euro Stundenlohn nicht als "fair" sehe.


    Ab da war der Drops gelutscht und Manufactum macht auf Ignoranz. Am Freitag, 22. Juni 2018 um 07:52 Uhr habe ich noch einmal erinnert, aber auch das war nutzlos. Ich habe aber dem Verein in einem öffentlich gehaltenen Schreiben ordentlich Saures geben, dass muss ganz einfach sein.

  • Am 24.06.2020 versende ich folgende Anfrage an ein Unternehmen:




    Da ich am 03. August 2020, also 10 Tage nach dem Versand meiner Anfrage vom 24. Juli 2020 keine Antwort erkennen kann, erinnere ich an meine Anfrage. Am Abend bekomme ich eine sehr kurz gehaltene Antwort auf die ich am 04.August derart reagiere:


  • Es sind vielleicht nicht immer mies gemeinte Tricks, die sich im allgemein üblichen Verhalten von Arbeitgebern entdecken lassen, aber fair geht anders.


    Anfang Juli 2020 fällt mir eine Ausschreibung derart unangenehm auf, so dass ich am Montag 6. Juli 2020 eine Anfrage an das betreffende Unternehmen richte.



    Immerhin erhalte ich am 09. Juli 2020 eine Antwort, wo das Unternehmen behauptet, dass:


    1. eine große Mehrheit der von ihm befragten Studierenden bei solchen Stellenausschreibungen geduzt werden möchte


    2. die Vergütung von Erfahrungen, Qualifikationen etc. des Studierenden abhängen würde. Näheres würde mit den Bewerber/innen persönlich besprochen


    Mich kann diese Antwort nicht überzeugen, deswegen melde ich mich am 09.07.2020 kritisch zurück:



    Am Freitag 10. Juli 2020 erhalte ich diese Rückmeldung:



    Ich kontere am 10.07.2020 derart:


  • Die AWO in Frankfurt sucht billige Studis (12 €/h) für die Mitarbeit in der Schulbetreuung.

    Das finde ich mies und frage am 5.8.2020 nach:


  • Der versuchte Beschiss auf dem studentischen Arbeitsmarkt geht in der Kalenderwoche 38 des Jahres 2020 frisch weiter. Mehrere Unternehmen entblöden sich mit Ausschreibungen, wo es keine sinnvoll verwertbare Angabe zu der von diesen Unternehmen angedachten Vergütung gibt. Das riecht 100 Kilometer gegen den Wind nach der allgemein versuchten Ausbeutung mit Hungerlöhnen, wo es den ausschreibenden Unternehmen selber peinlich sein dürfte diese Löhne zu veröffentlichen.


    Die Kritik an dieser miesen Praxis geht weiter, am 15.09.2020 bedenke

    ich das Max Planck Institut in Frankfurt mit diesem Schreiben:


  • Ein weiteres Beispiel, wo ein Unternehmen in seiner Ausschreibung keine sinnvoll verwertbare Angabe zu der von diesen Unternehmen angedachten Vergütung gibt.: Die Dienstleistungs-Gesellschaft Hochtaunus gGmbH.


    Am Freitag, 28. August 2020 sende ich an dieses Unternehmen folgende Anfrage:



    Bis zum Dienstag, 08. September 2020 ist keine Reaktion seitens des Unternehmens zu erkennen, also erinnere ich zum 1 Mal an meine Anfrage:



    Bis zum 16.09.2020 kann ich wiederum keine Reaktion seitens des angeschriebenen Unternehmens erkennen, also ergeht an diesem Tag einschließlich Kopien an den Landrat des Main-Taunus-Kreises und den dortigen 1. Kreisbeigeordneten die 2. Erinnerung an den scheinbar verschlafenen Laden:


  • Ein weiteres Beispiel, wo ein Unternehmen in seiner Ausschreibung keine sinnvoll verwertbare Angabe zu der von diesen Unternehmen angedachten Vergütung gibt.: Die Dienstleistungs-Gesellschaft Hochtaunus gGmbH.


    Am Freitag, 28. August 2020 sende ich an dieses Unternehmen folgende Anfrage:(...) Bis zum Dienstag, 08. September 2020 ist keine Reaktion seitens des Unternehmens zu erkennen, also erinnere ich zum 1 Mal an meine Anfrage:


    Bis zum 16.09.2020 kann ich wiederum keine Reaktion seitens des angeschriebenen Unternehmens erkennen, also ergeht an diesem Tag einschließlich Kopien an den Landrat des Main-Taunus-Kreises und den dortigen 1. Kreisbeigeordneten die 2. Erinnerung an den scheinbar verschlafenen Laden: (...)


    Traurig aber wahr und leider nur sehr typisch für das verklemmte Verhalten von im verklemmten Deutschland ansässigen Unternehmen:


    Erst wenn der politische Druck erhöht wird kann man erst mit einer Antwort rechnen (die dann aber oft inhaltlich nichts taugt). So auch im Fall der Dienstleistungs-Gesellschaft Hochtaunus gGmbH. Erst nachdem ich am 16.09.2020 zum 2.Mal an meine erstmal am 28. August 2020 an die Adresse dieses Unternehmens gerichtete Anfrage erinnert habe (und dabei mir relevant erscheinende Adressen der Kommunalpolitik in Kopie mit bedacht habe), bequemt sich die Dienstleistungs-Gesellschaft Hochtaunus gGmbH am 16.September zu dieser knapp gehaltenen Antwort:



    Es gibt also erstmals so etwas wie eine Reaktion von Seiten der DGT gGmbH, ich sehe aber diese Antwort bzw. das bisherige Kommunikationsverhalten dieses Unternehmens als erbärmlich und das melde ich ihm am 17. September 2020 zurück:


  • Traurig aber wahr und leider nur sehr typisch für das verklemmte Verhalten von im verklemmten Deutschland ansässigen Unternehmen:


    Erst wenn der politische Druck erhöht wird kann man erst mit einer Antwort rechnen (die dann aber oft inhaltlich nichts taugt). So auch im Fall der Dienstleistungs-Gesellschaft Hochtaunus gGmbH. Erst nachdem ich am 16.09.2020 zum 2.Mal an meine erstmal am 28. August 2020 an die Adresse dieses Unternehmens gerichtete Anfrage erinnert habe (und dabei mir relevant erscheinende Adressen der Kommunalpolitik in Kopie mit bedacht habe), bequemt sich die Dienstleistungs-Gesellschaft Hochtaunus gGmbH am 16.September zu dieser knapp gehaltenen Antwort: (...)


    Es gibt also erstmals so etwas wie eine Reaktion von Seiten der DGT gGmbH, ich sehe aber diese Antwort bzw. das bisherige Kommunikationsverhalten dieses Unternehmens als erbärmlich und das melde ich ihm am 17. September 2020 zurück:(...)


    12 Tage später am 29.09.2020 später kann ich keine Reaktion seitens der DGT gGmbH erkennen, also richte ich eine Anfrage an den zuständigen Main-Taunus-Kreis, der als alleiniger Gesellschafter dieses Unternehmens auftritt:



    Am 30.09.2020 erhalte ich von dem 1. Kreisbeigeordneter Main-Taunus-Kreis eine Antwort, in welcher der betreffende Herr darauf weist, dass die Geschäftsführung der DGT ihm mitgeteilt hätte, dass dies auf meine Fragen bereits eingegangen und dabei insbesondere der Bewerbungsprozess betrachtet worden wäre. Es wäre demnach von Seiten des Kreises aus nichts weiter zu veranlassen.


    Ich sehe diese Antwort als komplett fern der Realität, die dem guten Mann auf Grund der vorher ergangenen Korrespondenz bekannt sein sollte und sende am 01. Oktober 2020 diese Replik an ihn, den Landrat und weitere Stellen des Main-Taunus Kreises:



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