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letzter Beitrag von Kleinlok am

Ausbeutung via Praktikum

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  • In vielen Studiengängen sind Pflichtpraktika vorgeschrieben, die in Vollzeit angelegt teils mehrere Monate umfassen können. Aus diesem von der Politik willkürlich bedingten Umstand versuchen nicht wenige Unternehmen in Deutschland und Europa privates Kapital zu schlagen. Für wenig Lohn sollen diejenigen, die ein Praktikum leisten müssen, Arbeiten erledigen, für die sonst besser bezahlte Angestellte eingestellt werden müssten. Unternehmen setzen teils verstärkt auf die Beschäftigung von Praktikanten als Teil eines willkürlich versuchten Lohndumpings.


    Zitat

    „Ich war drei Monate dort – Arbeitszeiten von 10 und mehr Stunden sind durchaus üblich. (Ich) habe dort aber keinen Cent für die Arbeit gekriegt. (…) Alle Arbeiten, die die festen Mitarbeiter nicht gerne machen, mussten wir machen – bis spät in die Abendstunden und an den Wochenenden.“


    So ein Erfahrungsbericht aus einem der Weblogs, die dem Austausch von Erlebnissen im Praktikum dienen – genau so oder ähnlich seit geraumer Zeit immer wieder von den Medien zum Thema erhoben und dort zu lesen und zu hören. Von ihren Bemühungen, mit einem Praktikum den Einstieg in das Berufsleben nach dem Studium zu schaffen, wissen HochschulabsolventInnen in den Medien Ernüchterndes zu berichten. Trotz hoher Qualifikationen

    und beträchtlicher Flexibilität bleibt vielen von ihnen der Zugang zu regulären Arbeitsverhältnissen verschlossen. Stattdessen arbeiteten sie in gar nicht oder nur niedrig entlohnten Praktikumsverhältnissen, um dort zum Teil verantwortungsvolle Positionen oder sogar reguläre Stellen zu besetzen.


    Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen. (S. 6)


    Auch in der reichen Schweiz scheint ein ähnliches Problem zu bestehen:


    Zitat

    Wie eine aktuelle Studie von Travail.Suisse zeigt, befindet sich jeder vierte der 15- bis 24-Jährigen in einem befristeten Arbeitsverhältnis. 40,9 Prozent davon sind Praktika. Damit hat sich die Zahl der Praktikanten seit 2010 um einen Drittel erhöht.


    Neu sind Praktika nicht. Bereits 2005 prägte der ZEIT-Autor Matthias Stolz den Begriff «Generation Praktikum» und machte damit auf ein negatives Lebensgefühl aufmerksam, das vor allem unter jungen Akademikern verbreitet war, die versuchten Lücken in ihrem Lebenslauf mit unterbezahlten Praktika zu überbrücken. Doch heute sind es nicht mehr nur Akademiker, die Praktika absolvieren.


    Doch heute sind es nicht mehr nur Akademiker, die Praktika absolvieren. Es sind auch Kleinkinderbetreuer, Köche, PR-Berater oder Haustechniker. Viele davon arbeiten als ordentliche Mitarbeiter zu einem Hungerlohn und haben dabei nicht einmal die Sicht auf eine Festanstellung. (...)


    https://www.watson.ch/schweiz/…aufstand-der-praktikanten


    (Anmerkung: Ich empfehle diesen Artikel im Original ganz zu lesen).


    Und hier noch der Erfahrungsbereich eines von Praktikantenausbeutung Betroffenen:


    Zitat

    "Die Scheißarbeit macht der Praktikant"


    Natürlich war mir während der ersten Wochen die Stumpfsinnigkeit der Arbeit bewusst, doch ich sagte mir, dass sie mich eben testen wollten, ob ich selbst die einfachen Arbeiten fehlerfrei und diszipliniert erledigen würde. Leider dämmerte es mir erst später: Die Firma benutzte mich als Billiglöhner. Für ein überschaubares Salär macht der unverbrauchte und motivierte Praktikant alles, was sonst niemand machen will, so schien die Devise zu sein. Ein befreundeter Kollege, ehemals selbst Praktikant, berichtete mir von seinem Einweisungsgespräch, in dem der Vorgesetzte wörtlich sagte: "Wenn es irgendwelche Arbeiten gibt, die langweilig sind und lange dauern, gib sie den Praktikanten. Du bist jetzt teuer." Ein anderer Kollege erzählte, wie mein Vorgesetzter beim Mittagessen prahlte: "Die Scheißarbeit, die gebe ich immer dem Praktikant!"


    Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen.

  • Ich möchte in Folge Beispiele benennen, wi schon die Ausschreibung der betreffenden Praktika einen Verdacht nahe legt,dass auf Grund keiner oder nur einer sehr geringen Vergütung dieser Praktika die derart beschäftigen Praktikanten ausgenutzt werden sollen.


    Beispiel 1:


    Eine Kasseler Produktionsfirma sucht Praktikanten, die für eine mehrmonatige Arbeit in Vollzeit keinen Cent Vergütung bekommen sollen. Da habe ich im November 2019 eine erste Anfrage an dieses Unternehmen gerichtet:



    Ich habe von diesem Unternehmen keine Antwort bekommen, obwohl ich am 19. November 2019 an meine Anfrage noch einmal erinnert habe.

    Solch eine Ignoranz sehe ich als typisch für all die Fälle, wo ich die von mir angefragten Unternehmen verdächtige, dass deren Arbeitsangebote prekär veranlagt sein könnten.


    Als ich vor einigen Wochen den Link zur alten Stellenausschreibung testete, war dieser noch aktiv geschaltet. Und auch anderweitig sucht diese TV-Produktionsfirma immer noch Praktikanten, die für lau, sprich ohne jegliche Vergütung arbeiten sollen. Da habe ich am 17.04.2020 mich bei dem Unternehmen in Erinnerung gebracht:



    Der Verein hat sich wieder nicht gerührt, so dass ich ihm am Montag den 25 .Mai 2020 folgendes zukommen lasse: (...)


    Fortsetzung in Beitrag # 3

  • Zitat

    Der Verein hat sich wieder nicht gerührt, so dass ich ihm am Montag den 25 .Mai 2020 folgendes zukommen lasse: (...)


    Fortsetzung in Beitrag # 3



    Hier die Kopie meiner öffentlichen Kritik:


  • Ein neues Beispiel: Praktika bei der Firma Digital Minds.


    Diese Firma sucht im 3. Quartal 2020 auf den Seiten des Studentenwerks Ffm Praktikanten, die im Homeoffice 2-3 Monate ihr Praktikum bei dieser Firma leisten wollen (besser gesagt via Pflichtpraktikum müssen):


    Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen.


    https://stellenmarkt.studenten…reich-digitales-marketing


    Beide Anzeigen wurden am 31.08.2020 erneut geschaltet, sind aber schon seit gut 2 Monaten auf den benannten Seiten zu finden.


    Am Montag, 06. Juli 2020 richte ich diese Anfrage an das Unternehmen:



    Da ich bis zum Mittwoch, 15. Juli 2020 keine Reaktion seitens des Unternehmens erkennen kann, erinnere ich zum 1. Mal an meine Anfrage vom Montag, 06. Juli 2020:



    Auch danach übt sich das Unternehmen in einer m.E. feigen Funkstille, auch eine am 22.07.2020 versendete 2. Erinnerung kann an dieser Haltung nichts ändern. Am 02.September 2020 beschwere ich mich öffentlich über das m.E. schwer unfaire Verhalten seitens Digital Minds:




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